Perception of Light

Photography and more

Nichts als warme Luft… Hurra!

Lange stand sie bei uns im Keller herum – die STANDHeizung. Nun ist sie mit dem Wintereinbruch und den kalten Temperaturen endlich da wo sie hingehört – im Bauch vom Ferdinand.

Ich glaube, das war der Schritt vor dem uns am meisten graute – man bohrt schliesslich nicht alle Tage ein Loch in den Dieseltank des Lieblingsbuses. Zum Glück hat der Lieblingsmann im Vorfeld (seit wir das Ding vor x-Monaten gekauft haben) geschätzte 1002 Videos (mehrmals) zum Selbsteinbau einer Standheizung im eigenen Camper geschaut. Hmm ihr seht hab alles Lieblingsdinge im Leben 🙂 – bedingt doch gleich ein zweites Hurra.

Neben dem vorhandenen Respekt vor dem tatsächlichen Einbau war die zweite Schwierigkeit irgendwie bequem unter den Ferdinand zu kommen. Es war klar, dass wir für diesen Arbeitsschritt eine Garage mieten mit Lift oder Grube. Da scheint es aber bei uns in der Gegend nur beschränkt Angebote zu geben und dasjenige, dass wir gefunden haben ist ständig ausgebucht resp., ab 2023 als Privatperson nicht mehr mietbar (ist das ein Wort?) aufgrund des Eigenbedarfs. Mit erneuter Konsultation von Google Maps wurden wir dann fündig.

In der Mietgarage von Urs passte der Ferdi gradsoknapp auf den Lift (zum Glück sind wir mit dem Ausbau immer noch nicht so weit vorangeschritten und der Ferdi war leicht genug und mit einklappen der Seitenspiegel gings auch in der Breite). So dann schwebte der Ferdinand über unseren Köpfen und unmittelbar unter der Decke und wir konnten loslegen (vorher kam mir noch der Gedanke wie es sich wohl anfühlen würde, wenn der Gute uns unter im zerquetscht, wenn das was nicht richtig hält – grossartige Voraussetzung). Alle Arbeiten, die im Bus stattfanden, haben wir vorab bereits erledigt. Da war nochmals ein Loch in der Karosserie nötig um den Flansch (für die Durchführung aller Rohre) einzusetzen, anschliessend wurde die Heizung bereits festgeschraubt und alles, was da unter dem Bus nun heraushing vernünftig für die Fahrt in die Garage befestigt.

Da standen wir also unter dem Bus und inspizierten den Tank (das grosse schwarze dreckige Ding auf den Fotos) und der Lieblingsmann erklärte mir den Ablauf und meine assistenztechnischen Aufgaben (hab mich da wie gesagt total aus der Verantwortung gezogen mangels schauen der genannten YouTube-Videos).

Wenn man nicht mehr darüber nachdenkt, was man da tut ists eigentlich ganz einfach – zuerst haben wir den Tankstutzen entfernt, anschliessend den Tank gelöst und abgesenkt (mittels einem Hydraulikheber und einem grossen Brett). Dann gings dem Tank bereits an den Kragen und das Loch für den Tankentnehmer wurde gebohrt – hat sich ein wenig gewehrt der Tank aber mit dem geeigneten Bohraufsatz gings dann gut (hab brav den Staubsauger gehalten während des Bohrprozesses). Der Tankentnehmer hat der Mann auf eine passende Länge gekürzt und eingesetzt, die Dieselpumpe mittels Dieselleitung und Filter zwischen Entnehmer und Heizung angebracht – dabei war die grösste Plage tatsächlich die Gummidichtungsverbindungsblastücke zwischen den einzelnen Elementen anzubringen, ein Hoch auf den Heissluftföhn). Dann waren da X Kleinigkeiten, die ich grosszügig bereits vergessen habe, sicher noch zu tun und dann das Abgasrohr mit Schalldämpfer zu installieren und vuala – fertig. Falls das jemand genauer wissen will, es gibt tausendfach Videos zum Thema Standheizung Autoterm 2D im Camper einbauen *lol*. 

Wie gesagt, der Einbau fand mit dem Wintereinbruch statt und mehrere Stunden in der doch frischen Garage haben meinem Erinnerungsvermögen offenbar geschadet.

Zum Schluss der Test ob denn auch funktioniert – da brauchts Geduld bis die Pumpe den Diesel aus dem Tank zu befördern mag. Die Heizung startet und versucht und tut usw., dann kommt eine Fehlermeldung, weil eben der Diesel noch nicht da ist wo er sein sollte und das fängt alles wieder von vorne an. Nach 5 Versuchen der Tipp von Urs, den Diesel halt anzuziehen und nochmals die Leitung von der Pumpe zu lösen. Er opferte sich dann auch bereitwillig die Mundzuleitungsbeatmung vorzunehmen – vielen Dank. Das war der entscheidende Tipp, alles tat was es sollte und der Ferdinand durfte wieder zurück auf den Boden.

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