Wir kamen also trotz Schlaglöchern wohlbehalten in Griechenland an und da es doch um eine längere Fahrt handelte legten wir vor unserem eigentlichen Ziel, Meteora, noch einen Zwischenhalt am Meer ein. Wir überlegten ob wir in der Region beim Olymp noch ein Hike & Fly machen können aber es passte dann nicht so mit Wind und Ferdiparkmöglichkeiten, so dass wir Zeus dann in Ruhe liessen und die letzten paar Kilometer nach Meteora unter Ferdis Räder nahmen.
Was soll ich sagen, in Meteora hats uns super gut gefallen (vielen Dank für den Tipp Mark) und wir blieben eine ganze Woche hier. Auch hier wurden die Felstürme zuerst von den bereits erwähnten, leicht gestörten (wegen der Hakenabstände) Deutschen erschlossen und in erster Linie handelt es sich um ein Mehrseillängenklettergebiet an Konglomerattürmen. Die haben auch alle wunderbare Namen wie the Holy Ghost, Vulture Wall, the Grail undsoweiterundsofort und eben die bekannten Klöster auf den Felstürmen (die ersten Einsiedler / Mönche die sich da raufgetraut haben spinnen wohl noch mehr als die Deutschen Kletterer). Ah ja und wie meine Mama mir mitteilte weilte James Bond auch schon hier.
Wir verbrachten die Tage mit klettern und waren am Traumpfeiler, dem Eiertanz und an Kanten von zwei weiteren Türmen unterwegs. Als wir ankamen sahen wir zudem Werbung für Tandemgleitschirmflüge, wie wunderbar so muss man hier irgendwo starten können. Nur hatten wir keine Ahnung wo, auf den ersten Blick ist das wirklich nicht ersichtlich und Informationen gabs auch keine Online zu finden. Was macht man in so einer Situation – Frau fragt mal frech beim Anbieter an wo denn der Startplatz ist und erhält tatsächlich ein unkommentiertes Mail mit den Koordinaten. Ja so “mussten” wir das ja fast versuchen, war auch die Vorstellung um die Flestürme zu fliegen schon sehr verlockend. Nur wo landen…? Nach längerer Videoanalyse von geposteten Flügen meinten wir auch den Landeplatz gefunden zu haben und gingen dann beim passenden Wind los – was soll ich sagen, dass war wohl einer der abenteuerlichsten Flüge, für mich auf jedenfall vom Pilot weiss ichs nicht so genau. Spezieller Start auf dem kleinen Fleck nahe Kante ins Nichts aber wunderbarer Aussicht auf die Umgebung und zum krönenden Abschluss den Landeanflug über offene Gräber mit Landung in nicht ganz so schön gemähtem Feld, wie von Zuhause gewöhnt, neben dem Friedhof. War super 😊.
Es wurde noch Geburtstagskuchen im Omnia gebacken – noch toller das Ding, den geben wir sicher nicht mehr her – und ein feines griechisches Znacht lag auch mal drinn. Heute am letzten Tag waren wir noch ein Kloster besichtigen und es erstaunt mich nach wie vor, wie rücksichtslos gewisse Menschen sind. Man informiert sich gängigerweise doch im Vorfeld über Öffnungszeiten, Preise und dergleichen und da kann einem die Kleiderordnung eigentlich nicht entgehen. Man liest also xmal, dass Frauen einen langen Rock zu tragen haben und die Männer lange Hosen. Sicherlich 95% der Damen ist offenbar zu dumm zum lesen (spätesten am Klostertor bevors die Stufen raufgeht hats nochmal ein Riesenschild) und wie die französische Madame vor uns an der Kasse dann auch noch frech als sie darauf hingewiesen wird dass sie mit ihren Hosen keinen Einlass findet. Sie meinte wir sind ja in Europa und in Frankreich gäbs das nicht worauf der Ticketmensch nur trocken meinte „you are not in France“. Was soll ich sagen, man besucht das Zuhause anderer und so ist es doch das Mindeste sich an die dortigen Regeln zu halten. Was bin ich froh, dass wir bei unseren Reisen den Felsen und Hügeln entlang normalerweise nicht mit diesen Touristenströmen konfrontiert werden, einfach grässlich.
So morgen gehts weiter, müssen ja in Patras die Fähre erwischen…. oder wärs ok, wenn die auch ohne uns fährt 😉, hmm.
























