Über die Donaubrücke erreichten wir schliesslich Bulgarien – schon ein wenig breiter hier die liebe Donau wie zuletzt gesehen auf einer Studiexkursion mit dem Fahrrad von Wien nach Hainburg. Gab auch einigermassen Stau am Zoll kurz vor der Brücke als man wiederum unsere Pässe kontrollierte von Grenzwärtern und -Polizisten und sogar Ferdi musste seinen Ausweis zeigen. Dann gings weiter zur extra Brückenmautbezahlstelle. Wir fragten uns was der Herr mit dem E-Trotti ächtsch bezahlen musste?
Die Atmosphäre wenige Meter nach der Einreise stimmte optimistisch, irgendwie fühlte sich alles viel angenehmer an als noch in Rumänien – keine Ahnung weshalb. Wir steuerten Belogradchik an, haben wir bereits zu Hause über die speziellen Felsformationen gelesen die sehr an die Pfalz erinnern. So haben dann auch deutsche Kletterer das Gebiet erschlossen und es gilt die entsprechende Kletterethik und braucht dann auch den Mut dazu. Zum Glück habe ich einen Vorsteiger dabei, so dass ich bei den leicht krankhaften Hakenabständen mit potenziell losen Kieselsteinen nicht tausend Angsttode sterben muss 😊. Rauf gings auf den Gasenjungen über die Route Gassenhauer. Glücklicherweise kamen wir am Vortag bereits am Nachmittag an und konnten die Felsen erkunden – das Gebiet ist riesig und antreffen tut man da mitten drin selten jemanden schon gar keine Kletterer und dann mal eine Route zu finden ist gar nicht so leicht. Runter kamen wir auch wieder, somit war das eine tolle Erfahrung auf so einen Turm raufzukommen.
Weiter gings nach Vratsa, das bekannteste Klettergebiet von Bulgarien. Die Fahrt war insofern spannend als dass wir tatsächlich mal einen Pferdekarren auf der Strasse gesehen haben – das zu lesen und dann mal zu sehen ist schon nicht ganz das Gleiche. Und immer mal wieder spaziert ein Hund auf der Strasser herum und leider sieht man wahnsinnig viele überfahrene Tiere, glaube meistens Füchse.
Die Kulisse bei Vratsa war super schön und hoch oben kreisten die Steinadler. Es gab eine kurze Mehrseilängenroute und bei Fussabstieg dann tatsächlich mal von Chrigi “Achtung e Schlange” – “wo denn?” – “grad hinter dir, eifach witerlaufe” haha herrlich das Gefühl, dass die Schlange da gleich in mein Knöchel beissen könnte 😊, aber schön mal eine lebendige gesehen zu haben und keine plattgefahrene wie in Slowenien mit doch noch genug Abstand – meine Knöchel waren in Sicherheit.
Wir machten uns auf nach Griechenland und Bulgarien verabschiedete sich mit einem wahren Schlaglochwalzer wobei bisweilen gleich über die ganze Strasse der Belag fehlte. Der arme Ferdinand kriegt vom Lieblingsmann dann zu Hause eine Fussmassage.






















