Perception of Light

Photography and more

Die Bretter die die Welt bedeuten…

Jedenfalls unsere persönliche Welt im Ferdinand. Da wird sich sicherlich auch noch die eine oder andere Theaterszene in Zukunft abspielen.

…nämlich der Boden im Ferdinand, ist verlegt. Die Bodenplatten wurden bereits vor einiger Zeit aus Deutschland angeliefert und lagen entsprechend lange bei uns im «Hüsli» im Weg, da wir einfach noch nicht so weit waren diese zu verlegen.

Nun ist es geschafft – auf jeden Fall fast – und der schönste Boden aller Camper ist verlegt. Es fehlt lediglich noch das Ölen und der Abschlusswinkel bei der Trittstufe, der befindet sich noch im Anstrichprozess. Ich kann euch sagen, das gibt nochmals eine wunderbare optische Verbesserung (die aktuell noch sichtbaren Leimspuren bei den Fugen werden dann Geschichte sein). Und der Durchgang zur Kellertür ist endlich wieder hindernisfrei passierbar. Gott sei Dank, denn meine Zehen sind langsam beleidigt ab der ganzen Anstosserei am Palett.

Wir sind durch einen glücklichen Zufall (beim Lesen eines Architekturheftes) auf das Produkt der nevi GmbH gestossen und waren sofort vom betula flooring angetan. Nicht zuletzt da es wie der Name schon sagt aus Birke (Rinde = nachwachsender Rohstoff) besteht, sondern auch die Trägerplatten aus Stroh hergestellt werden. Bei der nevi GmbH handelt es sich um eine junge Firma und auch das Produkt steckt noch in den Kinderschuhen. Das ermöglichte es uns, uns als Produktetester zu melden und so ein wenig Geld zu sparen im Gegenzug auf einen Erfahrungsbericht mit Bildern zum verlegen des Bodens im Ferdinand. Es freute uns natürlich, dass unsere geringen Quadratmeter für die Firma ebenfalls von Interesse sind. Deshalb gabs lediglich Tipps zum verlegen und noch keine konkreten Herstellerangaben (eben wie gesagt die Kinderschuhe), diese jedoch in einem sehr hilfsbereiten Telefonat und Ausführungen über die firmeninternen Tests.

Wir haben uns nach längerem Studium übers Bodenverlegen (also der Perfektionist im Team = der Lieblingsmann) entschieden, wie beim Parkett einen Trittschalldämmung noch zwischen unseren Unterboden und die betula Platten zu legen. Mit dem Gedanken, dass Holz auf Holz ev. Geräusche verursacht und auch die Beweglichkeit irgendwie mit einzubeziehen – der Ferdinand ächzte und krächzte ganz schön bei den holprigen spanischen Strässchen. Auch um die diversen Unebenheiten vom Unterboden ein wenig aufzufangen, erschien uns dieses Vorgehen sinnvoll.

Das eigentliche Verarbeiten des betula (übrigens Birke botanisch) flooring ist supersimpel. Die Paneelen kommen, so glaube ich mich zu erinnern, im Format 30 x 150 cm und haben jeweils umlaufend eine Nut-Feder Verbindung. Mit Lieferung gibts auch diese Verbindungsstäbchen und die Empfehlung D4 Leim (ist wasserabweisend) zu verwenden. Die meisten Zuschnitte haben wir mit der Stichsäge gemacht und ein paar wenige mit der Tischkreissäge. Wir haben dann grob mal überlegt in welcher Richtung die Paneelen laufen sollen und wo wir die Fugen haben werden (ganz vergessen, dass man diese so gut wie gar nicht sieht) und die Platten mal im Ferdi ausgelegt. War eigentlich überflüssig bei diesem Boden aber macht sonst ev. durchaus Sinn, wenn man Platten mit unterschiedlicher Farbe oder Musterung hat (falls mal einer meiner Blogleser Boden verlegen muss oder will in naher Zukunft – vor allem bei Pflastersteinen im Garten sehr zu empfehlen). Ja dann gings dann los mit dem Tetris.. äh verlegen. Bereits Platte Nummer 1 musste um den Radkasten gebastelt werden, damit dann in Platte Nummer zwei die Öffnung für den Flansch der Heizung am richtigen Ort ausgeschnitten werden musste und diese dann beim Fahrersitz an die Carrosserie angepasst werden musste. Mein Lieblingssatz war «jo aber das seht me jo de am Schluss gar nid, dass isch unter dr Chuchispüeli*Hocker*Härdmöbel*Sitzhockernummer2» – ha könnt euch ja vorstellen, wie der Mann das fand *grins*. Ich denke die Kombination von beiden hat ein vernünftiges Mass an praktischem Perfektionismus ergeben.

Also die Platten haben wir zugeschnitten und wenn alles passte die Nut-Federverbindung mit im Laufe der Zeit immer weniger Leim gefüllt (muss man schliesslich alles ordentlich putzen), die beiden Platten passend verlegt und zum Schluss die Verbindungsstäbchen eingeklebt. Nun ist es so, dass man aktuell die Leimspuren noch sieht, aber das mit Leim beschmierte Muster, welches wir anschliessend mit dem von nevi empfohlenen Öl behandelt haben lässt darauf schliessen, dass diese nach dem Ölen in keinster Weise sichtbar sein werden. Wir sind zuversichtlich gespannt. Die Fugen sieht man tatsächlich überhaupt nicht (ausser eben aufgrund der Leimspuren, was ja noch verschwindet). 

Wir sind super zufrieden und froh, den nächsten Meilenstein – der in unseren Köpfen so viel Platz eingenommen hat – geschafft zu haben und den Boden aus dem Haus im Ferdinand zu haben. Jetzt gehts dann mal wieder auf die Waage mit unserem Ferdi um zu sehen, wo wir aktuell mit seinem Gewicht so stehen. Auch das läuft aktuell eine Wette… mal schauen wer gewinnt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert